Ahnenliste Michael Weigel. Michael Weigel. Einleitung, Register und Verzeichnisse

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1 Michael Weigel Ahnenliste Michael Weigel Einleitung, Register und Verzeichnisse Bausteine für die Familien- und Sozialgeschichte Heft 1 Selbstverlag Weigel Leipzig

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3 Register und Verzeichnisse 1

4 Bausteine für die Familien- und Sozialgeschichte Heft 1 Sonderdruck

5 M ICHAEL W EIGEL Einleitung, Register und Verzeichnisse für die Ahnenlisten-Hefte 2 bis 5 Gegeben Zv Leipzcigk post 2. Advent Anno ec~ xx c decimo, humanitatis vero nostri anno quadragesimo primo. war der 9. Dezember 2010 Letzte Änderung am 10. Dezember IM S ELBSTVERLAG W EIGEL L EIPZIG 3

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7 Es irrt der Mensch, so lang er strebt. Johann Wolfgang Goethe Faust I, 317. Zur Unterscheidung von gewiß und ungewiß gehört besondere Klugheit. Behauptungen zuzustimmen, die nicht durch tragfähige Schlußfolgerungen und Erfahrungen gestützt sind, und zu behaupten, sie seien es, ist, obwohl es nicht selten vorkommt, eines Philosophen höchst unwürdig und schändlich. Philipp Melanchthon Scholia in Epistolam Pauli ad Colossenses, Ad fontes! Zu den Quellen! Leitspruch der Humanisten. 5

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9 Inhalt Vorwort zum Sonderdruck anläßlich des 25jährigen Forschungsjubiläums 8 Teil 1 Einleitung 9 Über Erkenntnisse 9 Zur Methodik 17 Meine Ergebnisse 26 Teil 2 Register und Verzeichnisse 32 Hinweise zur Benutzung der Register 32 Abkürzungsverzeichnis 33 Länderkürzel nach I S O 3166 (A L P H A 2 ) 34 Verwendete Symbole 35 Namensverzeichnis mit Orten 36 Ortsverzeichnis mit Namen 51 Verzeichnis der toten Punkte 62 Merkwürdige Anreden, Berufe und sonstige Bezeichnungen 65 Ahnengemeinschaften 67 Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur 69 P Primärquellen 69 S Sekundärquellen 86 D Drittquellen 91 L Literatur 94 G Geographie (Landkarten, Pläne, Atlanten) TODO 104 A Abbildungen und Beschreibungen (von Sachzeugen) 105 Explicit liber 112 7

10 Vorwort zum Sonderdruck anläßlich des 25jährigen Forschungsjubiläums Am ersten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1995 durchstöberte ich mit meiner Mutter den Karton mit unseren alten Familienfotos. Diese Aktion war der Startschuß für meine Ahnenforschung und jährt sich dieses Jahr zum 25. Male. Ein solches Jubiläum möchte ich nicht unbemerkt vorüberziehen lassen es ist für mich vielmehr der willkommene Anlaß, endlich den schon lange geplanten, aber immer wieder aufgeschobenen Druck meiner Ahnenliste auf das gute, alte Papier zu bewerkstelligen. Mit diesem Sonderdruck verbinde ich den persönlichen Wunsch, meine Forschungsergebnisse auch haptisch erfahren zu können mit der Notwendigkeit, eben diese Ergebnisse auch sicher überliefert zu wissen. Ungezählt sind die Lebenswerke von Ahnenforschern, die niemals den Schritt einer Veröffentlichung wagten oder ihn zu lange aufschoben. Diese fünf Hefte sind Bestandteil meiner Schriftenreihe Bausteine für die Familien- und Sozialgeschichte. Der Sonderdruck widmet das Heft 1 jedoch um, das nun neben der wissenschaftlichen Einleitung auch die Register und Verzeichnisse enthält, die normalerweise im Heft 6 ihren gesonderten Platz finden. Nach 25 Jahren Ahnenforschung kann ich halb Europa als meine Heimat vereinnahmen. Die Farben symbolisieren die Herkunftsgebiete meiner acht Urgroßeltern. 8

11 Teil 1 Einleitung Das erste Heft meiner Schriftenreihe leitet die Ahnenliste wissenschaftlich ein. Meine hier zusammengetragenen Gedanken geben nachfolgenden Forschern die Möglichkeit, die Angaben in meinen Schriften besser bewerten zu können, und zwar über die Quellenqualität hinaus, die der von mir benutzte Quellenrahmen anzeigt. Das Verständnis meiner Aussagen soll vereinfacht und diese damit kritisierbar werden. Ich betrachte diese Einleitung deshalb auch als Mittel der konstruktiv-kritischen Diskussion und als Hilfe, das Wissenschaftsprinzip der Falsifikation auf meine Ergebnisse anwenden zu können. Im ersten Abschnitt Über Erkenntnisse lege ich meine Beschäftigung mit der Wissenschaftstheorie dar und zwar bezogen auf die historische Arbeit. Hier werden Begriffe wie Erkenntnismöglichkeit, Überlieferungschance und - zufall und dergleichen beleuchtet; ich betrachte also die Möglichkeiten und Grenzen des Erkennens und frage weiterhin danach, was daraus folgen muß. Der sich anschließende Abschnitt Zur Methodik bringt das, was aus den Erkenntnissen tatsächlich folgt. Oder besser: folgen kann im Rahmen meiner Möglichkeiten als interessierter Laie und Hobbyhistoriker. Auch auf methodische Einzelprobleme, auf die ich gestoßen bin, gehe ich ein und schildere exemplarisch meine Lösungsansätze. Hierzu gehören die Überwindung toter Punkte, die Erfahrungen mit der Arbeit an speziellen Quellen oder die Leitlinien zur Dokumentation meiner Ergebnisse. Die konkreten Ergebnisse meiner Ahnenforschung stellt der Abschnitt Meine Ergebnisse vor. Ich beschreibe, was für Dokumente ich erstelle und gebe Hinweise, wie Sie diese benutzen können. Im Mittelpunkt meiner Schriftenreihe steht dabei die Ahnenliste. Sie wird zukünftig ergänzt werden durch Supplemente und Dossiers zu einzelnen Familien, Orten und Regionen oder zu bestimmten Stichworten. Weitere Hefte widmen sich einzelnen Familien oder Themen. In ihnen kann auf interessante historische und auch methodische Aspekte näher eingegangen werden. Das kannn die Ahnenliste nicht leisten, schon aufgrund des daraus resultierenden Umfangs. Das Schwierigste an der Dokumentation der Ergebnisse jedweder Ahnenforschung ist, damit zu beginnen. Der Grund liegt in der Genealogie an sich begründet, denn mit jedem gefundenen Vorfahren stellen sich zwei neue Fragen: Wer war der Vater, wer die Mutter? Von Generation zu Generation verdoppelt sich die Anzahl der Fragen. Wir forschen und forschen, sammeln, suchen und komplettieren unsere Unterlagen, schreiben unzählige Briefe oder s, kaufen Bücher, fertigen Kopien an, betreiben Quellensuche und -kunde, lernen alte Schriften zu entziffern und klauben unendlich viele Informationen, auch zum allgemeinen geschichtlichen Umfeld, zusammen. Nach einigen Jahren sitzen wir dann vor einem riesigen Berg Daten, Unterlagen, Quellen und, nach wie vor, unbeantworteten Fragen, toten Punkten und unvollständigen Ahnentafeln. Soll dieser Schatz nicht irgendwann verlorengehen, muß er inhaltlich und optisch aufbereitet werden, und zwar so, daß er einem breiteren (Laien-)Publikum bekannt gemacht werden kann. Die Aufbereitung und Veröffentlichung geschieht im Bewußtsein, daß das Erreichte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unvollständig ist. Genau so ergeht es auch mir. Seit ich vor langer Zeit mit der Ahnenforschung begann, konnte ich erstaunlich viele Daten sammeln und Quellen ausfindig machen. Die Schriftenreihe Bausteine für die Familien- und Sozialgeschichte ist nun der Rahmen, in dem ich Ihnen meine Ergebnisse und Erkenntnisse präsentieren möchte. Ich wünsche Ihnen, verehrte Leserin, verehrter Leser, eine anregende Lektüre. Besonders freue ich mich, sollten Sie Anregungen, Kritik oder neue Gedanken haben, wenn Sie diese mit mir teilten. Über Erkenntnisse Was erforsche ich und mit welchen Mitteln? Sind diese tauglich? Kann ich überhaupt etwas erkennen, also Vergangenheit im wahrsten Sinne re-konstruieren oder ist alles imaginiert? Was mache ich mit einer Idee, Hypothese oder unsicheren Annahme? 9

12 Überreste und Traditionsquellen Als Überrest (nach Johann Gustav Droysen) bezeichnet der Historiker all jene Quellen, die uns unabsichtlich überliefert wurden, im Gegensatz zu denen, die bewußt darauf angelegt sind, uns über die vergangene Gegenwart zu unterrichten. Letztere werden Traditionsquellen genannt. Für die Ahnenforschung wichtige Überreste sind in erster Linie Schriftdokumente, die für den im weitesten Sinne amtlichen Gebrauch erzeugt wurden, das sind Urkunden und Akten, etwa Kirchen-, Amtshandels- oder Lehnsbücher, Rechnungen, Briefe an Behörden und Landesherren oder Gnadenakte und Edikte derselben. Aber auch unsere Familiennamen sind Überreste im Quellensinne, ebenso wie Gebäude und Dinge des Alltags: ein Rock, ein Stuhl, ein Siegelring und Omas Salzstreuer. Werke der Tradition als absichtlich für die Nachwelt geschaffene Stücke sind beispielsweise Familienchroniken, Stammbäume oder Tagebücher, aber auch Epitaphe als Werke der Repräsentation und Selbstdarstellung (die nicht selten überhöht sind). Da Traditionsquellen von vornherein zur Überlieferung vorgesehen sind, zeichnen sie sich durch eine spezielle Eigenschaft aus: sie berichten uns so über die Vergangenheit, wie der oder die Verfasser es wünschten. Ihr Inhalt kann beschönigend sein aber auch herabwürdigend. Er kann frei erfunden sein oder auf Tatsachen beruhen, über die eventuell aber tendentiös berichtet wird. Benutze ich eine Traditionsquelle, muß ich mir also dieser Tatsachen bewußt sein und sie entsprechend vorsichtig nutzen. Übrigens gehören alle genealogischen Arbeiten zur Kategorie der Tradition, so auch meine. Was veranlaßte mich dazu, mich solchen Problemen zuzuwenden? Ich betreibe seit 1995 Familienforschung. In dieser Zeit wuchs auch allgemein das Interesse an der Geschichte und schließlich rückten einige grundsätzliche Fragen in den Mittelpunkt, die meinen Forschungsgegenstand und die Methodik historischer Arbeit betreffen sowie darüber hinausgehende Fragen der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Meine Überlegungen können zu drei Grundfragen zugespitzt werden: Erstens, was erforsche ich? Zweitens, wie erforsche ich es? Und drittens, womit forsche ich, das ist: welche Quellen benutze ich? Diese drei Fragen klingen zunächst trivial. Sie schälten sich denn auch nach und nach aus der praktischen Forschung heraus, indem an einem bestimmten Punkt der täglichen Arbeit eine allgemeinere Erkenntnis erwuchs, die wiederum auf die folgende Arbeit wirkte und so fort. Dieser wechselseitige Prozeß wurde auch durch Anregungen befreundeter Forscher beeinflußt. Meine Antworten auf diese drei Grundfragen (und einiger anderer Fragen) möchte ich nachfolgend darlegen. Ich beginne mit dem Weg, der zu ihrer Formulierung führte. Die erste Etappe hierzu stellte mein Bemühen dar, die verschiedenen Forschungsrichtungen, -ansätze und - unterlagen in ein gemeinsames System zu bringen. Ziel war es zunächst, eine übersichtliche Ablage zu schaffen. Es stellte sich nämlich heraus, daß die Sicherung der Daten auf Familienstammblättern (FSB) mit fortschreitender Generationenzahl zu immer mehr leerem Papier führte. Das Verhältnis von gut erforschten Vorfahren zu denen, über die nur wenig bekannt ist, oft nicht mehr als ein Name, verschiebt sich zwangsläufig zugunsten der Letzteren und damit eben zu mehr leerem Papier. Neben den FSB legte ich auch eine Ahnentafel an, welche im Format DIN A3 jeweils sechs Generationen faßte; die weiteren Vorfahren der höheren Generationen standen auf Anschlußblättern. Dazu kamen noch die Notizen und anderen Aufzeichnungen, die während der laufenden Nachforschung entstanden, diverse Kopien und der Brief- resp. -Wechsel. Der Aufwand, alle meine Unterlagen auf einem konsistenten Stand zu halten, wuchs schon nach kurzer Zeit dramatisch an, da Mehrfachnotierungen an der Tagesordnung waren. Eine Checkliste, was ich wo und wie eintragen mußte, wenn ein neuer Ahne dazukam oder ich weiteres Material erschloß, war nur eine unzureichende Hilfe. Das in der täglichen Forschungspraxis geborene Problem der Papierflut veranlaßte mich, zum ersten Male über die Quellen nachzudenken. Es mußte ein System her, daß die Ergebnisse ohne Leerpapier und Redundanz dauerhaft speichern kann und dabei die Verknüpfung jeder Einzelaussage zu den Quellen nicht zerstörte. Diese Verknüpfung bestand bis dahin auf den FSB. Die waren als Formulare angelegt, die Raum für jede Einzelaussage und den dazugehörigen Quellensiglen boten. Dann kamen die ersten Versuche hinzu, die Früchte meiner Forschung zu veröffentlichen und sie für andere Forscher nachvollziehbar zu präsentieren. In diesem Zusammenhang liegt das Augenmerk auf der Nachvollziehbarkeit. Diese Forderung verlangt nach einem System, aus dem der Wert einer Quelle hervorgeht und somit der Wert der darauf beruhenden Aussagen selbst. Der Begriff Aussagewert meint hier die Aussagezuverlässigkeit meiner Angaben im Rahmen der Zuverlässigkeit der Quelle. Diese Fragen führten mich dann zu einem zunehmenden Interesse an den Quellen an sich. Ich begreife hier sowohl die originären Quellen in Archiven, als auch Literatur und die davon abgeleiteten Quellen, wie Ahnenlisten, Familienchroniken und dergleichen. Also die Ergebnisse anderer Ahnenforscher, die oft das erste Material sind, mit dem wir bei eigenen Forschungen arbeiten sei es auf Papier oder zunehmend im Internet. 10

13 Aus den hieraus gemachten Erfahrungen entwickelte sich die Einsicht, daß die der Familienforschung zugrundeliegenden Quellen einer grundsätzlichen Quellenkritik unterworfen werden müssen, auch im Rahmen einer Laienforschung, wie ich sie betreibe. Literaturhinweise BERNHEIM, ERNST: Einleitung in die Geschichtswissenschaft. 3. Auflage. Berlin/Leipzig: Walter de Gruyter, HENNING, ECKHART: Auxilia Historica. Beiträge zu den Historischen Hilfswissenschaften und ihren Wechselbeziehungen. Köln; Weimar; Wien: Böhlau Verlag GmbH, (hier insbesondere der Aufsatz über die Aktenkunde, S ) Ahnenforschung und Quellen Zurück zu den Überresten und den Traditionsquellen. In dem, was beide verbindet, steckt eine dialektische Spannung: sie berichten uns einerseits aus der Vergangenheit und sie stehen andererseits zwischen uns und eben dieser Vergangenheit. Daß uns Quellen aus der Vergangenheit berichten, ist ihre evidente Eigenschaft, sie macht Quellen erst zu dem, was sie sind. Gleichzeitig sind die Quellen das Einzige, was uns bleibt, die vergangene Gegenwart ist für eine direkte Beobachtung für immer verloren. Und das hat Folgen. a) Die geschichtliche Unsicherheit Die Geschichtstheorie ist in der jüngsten Zeit zu einer wirklich grundlegenden Erkenntnis gelangt. Jens Schröter, ein Historiker, zu diesem Thema: Die Beschäftigung mit der Vergangenheit führt nicht zu deren Wiederherstellung (Rekonstruktion), sondern vollzieht sich als Dialog zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Angewandt auf die Jesusforschung bedeutet dies: Auch die zweifellos notwendige Anwendung historischer Kritik auf die christlichen Quellen führt nicht zu dem wirklichen Jesus zurück, sondern zu Bildern, die wir uns anhand der zugänglichen Quellen von ihm machen. Der historische Jesus ist deshalb ein hypothetisches, der Veränderung unterworfenes Produkt kritischer Forschung und von der Person Jesu selbst zu unterscheiden. 1 Übertragen auf die Genealogie und mich als Ahnenforscher bedeutet das: ich kann meinen Forschungsgegenstand, den Vorfahren, sein Leben und Umfeld, nicht direkt erforschen. Das, was mir die Quellen verraten, ist nur ein vereinfachtes Abbild dessen. Das ist zugleich die Antwort auf die erste der oben aufgeworfenen drei Grundfragen, nämlich Was wir erforschen. Der Grund hierfür liegt also in der Frage nach dem Wie, denn ein Vorfahr kann nicht direkt beobachtet werden, er erschließt sich uns nur durch die Quellen. Und aus diesen gewinnen wir das in Rede stehende, vereinfachte Abbild. Jens Schröter verallgemeinert deshalb auch folgerichtig: Diese Einsicht gilt für die Erforschung anderer Personen und Phänomene der Vergangenheit in analoger Weise. 2 Genau hier liegt die Ursache für eine allgemeine, historische Unsicherheit. Bildlich gesprochen kann ich sagen, die Quellen sind kleine Fenster in der Mauer, die uns von vergangenen Zeiten trennt. Sie erlauben nur hier und dort einen Blick, der Rest bleibt verborgen. Und wir wissen nicht einmal, wieviele Quellen heute noch da sind und ob diese Überlieferung ein einigermaßen proportionales Abbild der Vergangenheit ist (oder ob sie sie verzerrt, was im Zweifel anzunehmen ist). Um im Bild zu bleiben: wir kennen nicht das Verhältnis der undurchsichtigen Mauerfläche zur Fläche der Fenster in ihr. Hinzu kommt ein weiteres Problem, nämlich welche Rolle spielt der Überlieferungs-Zufall und wie sieht die Überlieferungs-Chance einer Quelle aus? 3 Der Zufall spielt immer mit, jederzeit konnte ein Stadtbrand, eine Fehde oder ähnliches Ungemach ein Archiv oder einzelne Akten vernichten. Die Gefahr besteht auch heute, wie das Muldehochwasser 2002 oder der Einsturz des Stadtarchivs in Köln belegen. Das Hochwasser zerstörte und beschädigte u. a. die Standesamtsunterlagen der Stadt Grimma in erheblichem Maße; in Köln scheint sich der Verlust nach dem heutigen Stand der Rettungsarbeiten (2013) auf 15% zu belaufen, die geborgenen 85% sind vollständig restaurierungsbedürftig. Abgesehen vom Zufall haben Akten, die durch menschliche Tätigkeit und Verwaltung entstehen, auch unterschiedliche Chancen, überliefert zu werden. Diese hängt davon ab, wie wichtig den Handelnden ein Vorgang war, ob er eine Niederschrift und deren Aufbewahrung rechtfertigte und wie die Aufbewahrung schließlich erfolgte. Korrespondenz und Rechnungen aus Getreidegeschäften beispielsweise sind nur so lange wichtig, bis die Bezahlung endgültig über die Bühne gegangen ist. Dagegen hat ein Eintrag in das Lehnbuch eines Bistums eine ungleich höhere Chance, die Zeit überdauern zu können. Und das aus zwei Gründen: Zum einen ist eine Belehnung über lange Zeit von Bedeutung und damit wird das Medium, das Lehnsregister, unsere Quelle, sorgfältiger geführt und aufbewahrt werden, als zum Beispiel eine 1 Prof. Dr. Jens Schröter, Institut für Neues Testament, Universität Leipzig. Vgl. SCHRÖTER, Der historische Jesus und die Entstehung des Christentums. 2 A. a. O. 3 Vgl. zu diesem Gedankengang: ESCH, Zeitalter und Menschenalter. Hierin der Aufsatz Überlieferungs-Chance und Überlieferungs-Zufall als methodisches Problem des Historikers, S

14 Getreiderechnung auf einem einzelnen Zettel. Weiterhin ist ein Bistumsarchiv auch besser in der Lage, die Überlieferung des Schriftgutes zu gewährleisten: es hat die Räumlichkeiten und das Personal, außerdem bestanden die Klöster und Bistümer über Jahrhunderte hinweg als stabile Institutionen. Das Kontor eines privaten Kaufmanns hingegen wird spätestens im Todes- und Erbfalle aufgelöst, wenn also seine Firma liquidiert wird. Arnold Esch beschreibt das in seinem Buch beispielhaft so: Die Archive von Lucca verwahren heute allein für das 12. Jahrhundert rund 3500 Urkunden, [ ] das könnten also (sagen wir:) 35mal Nachrichten über 100 verschiedene Arten menschlicher Tätigkeit sein (= 3500), oder doch wenigstens 350mal Nachrichten über 10 verschiedene Arten von Betätigung (wie etwa Landwirtschaft, Gewerbe, Fernhandel, öffentliche Verwaltung, Testamente und fromme Stiftungen usw.). Doch leider ist es ganz anders, [ ] Diese beispiellose Urkunden-Masse enthält Tausende von Nachrichten über immer dieselben drei oder vier Geschäfte: Verkauf von Land, Verpachtung von Land, Verkauf von Pachtzins und Renten seltsamer Eindruck von einer Stadt, die in ihrem politischen Rang Florenz damals nicht nachstand 4 Der Autor fragt sich also: war diese Stadt so bedeutend, weil sich ihre Bewohner gegenseitig Grundstücke verkauften? Natürlich nicht. Eine Stadt wie Lucca lebte von Handel und Gewerbe, aber die Urkunden hierfür wurden weggeschmissen, genau wie die oben genannte Getreiderechnung, sobald das Termingeschäft abgelaufen war. Das soll auf die Überlieferung für im 16. Jahrhundert übertragen werden. Hier habe ich viele, überdurchschnittlich gut erforschte Ahnen, so daß als Beispiel dienen soll. Als Quellen für das 16. Jahrhundert, die Einwohner dieser Stadt betreffen, sind in erster Linie Lehnsregister und Hauptbücher überliefert, Grundstücksgeschäfte und Hypothekensachen also. Das hat zur Konsequenz, daß der heute Forschende nur die grundbesitzenden Familien über das Ende der Kirchenbuchzeit verfolgen kann, in denen Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zum Einkommen leistete. Aber war deswegen ein Nest von Ackerbürgern? Nein, die Bewohner lebten auch von Handel und Gewerbe. Die Stadt muß sogar überregionale Bedeutung als Handelsplatz gehabt haben, da hier der jährliche Hopfenpreis bestimmt wurde, wie mir 2003 der Stadtarchivar Hr. Nielitz während einer Plauderei mitteilte. Aber der Blick durch die Fenster in der Mauer der Geschichte s zeigen uns vor allem Grundstücksangelegenheiten, viele andere wirtschaftlichen Aktivitäten bleiben im Verborgenen. Einzelne Schlaglichter werfen zwar die Kämmereirechnungen, aber auch sie sind nur weitere Fenster. Wir kennen im Umkehrschluß also nicht die grundbesitzlosen Familien. Und allgemeiner: wir wissen nicht, welche und wieviele der ursprünglich erzeugten Akten wir heute als Archivalien in den Händen halten. Sind es alle, die Hälfte, oder nur 5%? War der Verlust gleichmäßig, ist also jede zweite, fünfte, zehnte Akte verloren? Mit anderen Worten: ist eine Überlieferung repräsentativ und bildet sie die Vergangenheit adäquat ab? Oder gab es in der Vergangenheit gar Totalverluste eines Überlieferungsfundus, von dem wir heute nichts mehr ahnen, der uns aber ein völlig anderes, mithin realitätsnäheres Bild der Ahnen zeigen würde? Aus den Quellen gewinnen wir also nur eine verzerrte Vorstellung über die vergangene Gegenwart. Das ist das vereinfachte Abbild der Ahnen, daß durch die Forschung entsteht, als Ausdruck der historischen Unsicherheit. Zu dieser gesellt sich sogleich eine zweite. b) Die biologische Unsicherheit Die Frage ist einfach: Sind die in den Quellen genannten Eltern auch wirklich die leiblichen? Der Volksmund spricht von Kuckuckskindern, die Statistiker, ein wenig neutraler, beispielsweise von Vaterschaftsdiskrepanz. Das impliziert die Tatsache, daß naturgemäß für die väterliche Abkunft ein höheres Risiko der falschen Überlieferung als für die mütterliche besteht. Mag die Wahrscheinlichkeit für eine andere Filiation auch gering sein, eine Untersuchung will für die heutige Zeit knapp 2%, eine andere enorme 10% ermittelt haben. Das Phänomen ist real, auch wenn wir nicht wissen, in welcher Höhe sich diese Zahlen auf die Vergangenheit übertragen lassen. Im Lichte der Mathematik sind die Geburten einer Vorfahrenlinie unabhängige statistische Ereignisse. Folgen wir einmal einer dieser Studien (im Internet sind einige zu finden) und setzen die Wahrscheinlichkeit für die Übereinstimmung der leiblichen Eltern mit den in den Quellen genannten auf 90%. Das wäre dann die Wahrscheinlichkeit für die erste Geburt einer Ahnenreihe. Die Geburt des Vaters ist dann nur noch zu 81% korrekt, da sich die Wahrscheinlichkeiten bei unabhängigen Ereignissen multiplizieren: 90% ist 0,9 und 0,9 mal 0,9 ist gleich 0,81 (also 81%). Eine Fortsetzung dieser Rechnung führt für sechs Generationen (statistisch gesehen!) zu der Aussage, daß die Wahrscheinlichkeit nur noch 53% beträgt, daß die Person auf einem Platz in der Ahnenliste auch der biologischer Vorfahre ist. In der siebten Generation sinkt sie dann sogar unter die Hälfte. Andere zugrunde gelegte Wahrscheinlichkeiten verschieben diese Zahlen nur in die eine oder andere Richtung, das Grundproblem bleibt. 4 ESCH, Zeitalter und Menschenalter, S. 41 f. 12

15 Die biologische Unsicherheit kann, ebenso wie die historische, nicht beeinflußt werden. Sie hat allerdings eine unterschiedlich hohe Bedeutung, die vom Erkenntnisziel abhängt. Aus dem Blickwinkel der Sozialgeschichte, die gesellschaftliche und familiäre Einflüsse auf die Menschen resp. ganze Familien untersucht, kann die Person als Produkt ihrer Umwelt betrachtet werden. Ein adoptiertes Kind ist denselben Einflüssen der Familie und des Standes ausgesetzt, wie ein leiblich hier hineingeborenes. Hier treten die in Rede stehenden Probleme also in den Hintergrund. Und: wenn ein Mensch adoptiert wurde, betrachtet er seine Adoptiveltern, also die, die ihn zu dem gemacht haben, was er ist, nicht genau so, wie er seine leiblichen Eltern betrachten würde? Vorausgesetzt, es weiß überhaupt um seine Situation. Anders sieht es aus, wenn Erbkrankheiten in einer Familie im Laufe der Zeit untersucht werden sollen. Hier ist die biologisch sichere Filiation eine unabdingbare Voraussetzung, um zu sinnvollen Aussagen gelangen zu können. Wo liegt die Ahnenforschung in diesem Spektrum? Wie relevant ist die rein biologische Abkunft für unser Metier? Der Berufshistoriker benutzt die Genealogie als Hilfswissenschaft (oder sollte sie zumindest benutzen), seine Antwort wird anders ausfallen als die des Ahnenforschers. Der Verfasser mutmaßt, daß es genauso viele Antworten wie Beteiligte gibt und versagt sich an dieser Stelle einen Antwortversuch. Im Endeffekt wirkt sich also die biologische Unsicherheit unterschiedlich auf unsere Arbeit aus, und zwar in Abhängigkeit unserer Fragestellung. c) Die Unsicherheit der Quellen Zu den zwei nicht beeinflußbaren Unsicherheiten kommt nun noch eine dritte hinzu, deren Auswirkungen auf die Forschungsergebnisse aber beeinflußt werden kann. Sie betrifft die Quellen an sich, mithin also die dritte der oben gestellten Fragen. Die Quellen der Familienforschung sind von unterschiedlicher Qualität, demzufolge sind auch die Ergebnisse, die die Genealogen durch ihre Nutzung vorlegen, von unterschiedlicher Güte. Neben Informationen, die auf Primärquellen fußen, stehen solche, die auf Sekundär- oder Drittquellen basieren. Ich zähle zu den Primärquellen z.b. Standesamtsregister und Kirchenbücher, typische Sekundärquellen sind Leichenpredigten und Ortsfamilienbücher, während ich andere Ahnenlisten als Drittquellen ansehe. (Diese Einteilung der Quellen weicht von der in der Geschichtswissenschaft ab, dazu weiter unten mehr.) Hinzu kommt, daß in veröffentlichtem Material oft gar nicht erkennbar ist, von welcher Quellenqualität die Informationen überhaupt sind. Eine große Anzahl genealogischer Arbeiten kommt ohne oder nur mit spärlichen Quellenangaben daher. Das hat zur Folge, daß die Mehrzahl der genealogischen Arbeiten als unbrauchbare Quellen oder Quellen mit geringem Wert angesehen werden müssen. Diese Einschätzung bedeutet nicht, daß die in den Ergebnissen steckende Mühe geringgeschätzt wird. Aber durch die nicht vorhandene Nachprüfbarkeit muß ich alle Informationen erneut recherchieren. Hieraus folgt für mich, daß ich meine eigenen Arbeitsergebnisse stets mit detaillierten Quellenangaben versehen muß und daß diese Angaben auch eine Information preisgeben, welche Quellenqualität meinen Angaben zugrundeliegen, ob ich Primärquellen benutzen konnte oder nur Daten aus anderen Ahnenlisten (das sind für mich Drittquellen) oder der Literatur übernahm. Die kritische Auseinandersetzung mit den Quellen und die Ableitung von geeigneten Arbeitsmethoden daraus erhöht also die Chance, daß eine familiengeschichtliche Arbeit nicht umsonst war, eben weil sie nicht als Quelle benutzt wird nicht benutzt werden kann. Hierbei setze ich ein gleiches oder ähnliches Erkenntnisziel voraus, sowohl beim Autor wie auch beim Benutzer. Berücksichtigung der Unsicherheiten bei der historischen Arbeit Die besprochenen Fehlerquellen und ein konkretes Erkenntnisziel im Blick, läßt sich eine subjektive historische bzw. genealogische Sicherheit definieren, mit der alle Forschungsergebnisse bewertet werden können und müssen. Ich habe diesem Heft und der Schriftenreihe insgesamt drei Leitsprüche vorangestellt. Sie finden sie vor dem Inhaltsverzeichnis. Der erste der Leitsprüche, das Zitat aus Goethes Faust: Es irrt der Mensch, so lang er strebt, hat seine Wurzel hier, nämlich bei den Überlegungen zur Unsicherheit der Quellen; er ist als grundlegende Erkenntnis zu sehen. Die Betonung bei der Definition der genealogischen Sicherheit liegt auf definieren, denn die Sicherheit hängt vom eigenen, subjektiven Standpunkt ab. Eine allgemeingültige Regel, welche Quelle zu welcher Sicherheit führt, gibt es nicht. Jeder historisch Forschende muß sich also fragen, was die Quellen zu leisten im Stande sind, im Zweifel für jede Forschungsfrage bzw. jedes Erkenntnisziel neu. Das führt zum Zitat Melanchthons, in welchem das Wort Philosophen durch Ahnenforscher ersetzt werden kann, ohne daß die Aussage ihre Gültigkeit verliert. Dieser Leitspruch stellt implizit auch eine Forderung dar, indem das genannte schändliche Verhalten eben gerade vermieden werden muß. Aus meiner Perspektive als 13

16 Ahnenforscher ist das wichtigste, keine Behauptungen aufzustellen, die ich nicht durch tragfähige Schlußfolgerungen stützen kann. Deshalb: Ad fontes! Also zu den Quellen, zu den Ursprüngen. Das war der Leitgedanke der Renaissance- Humanisten und das hauptsächliche Werkzeug Melanchthons in seinem Bemühen, die Bildung der Menschen zu fördern. Dieser dritte Leitspruch zeigt mir auch eine Möglichkeit, die soeben erhobene Forderung umzusetzen. Als Genealoge muß ich immer bestrebt sein, zu den ursprünglichen Quellen vorzudringen, das heißt zu den Quellen mit der ursprünglichen Aussage. Diese sind in der Regel Primärquellen. Die auf Drittquellen oder der Literatur beruhenden Angaben muß ich stets überprüfen und bewerten. Das kann nicht immer sofort geschehen, und bis dahin müssen diese unsicheren Daten als solche erkennbar sein. Im Abschnitt zur Methodik knüpfe ich hier an und stelle einen Quellenrahmen vor, den ich zum Nachweis in meinen Arbeiten benutze. Er macht die Qualität der von mir benutzten Quellen für andere sichtbar und meine Ergebnisse damit bewertbar. Trotz allem gilt weiterhin: Die so durch mich definierte Sicherheit ist keine historische Wahrheit; sie ist immer das jeweilige Abbild derselben. Das wird sie auch dann nicht, wenn ich zu einem Ereignis ein Dutzend Primärquellen vorlegen kann. Literaturhinweise ESCH, ARNOLD: Zeitalter und Menschenalter. Der Historiker und die Erfahrung vergangener Gegenwart. München: C. H. Beck sche Verlagsbuchhandlung, (hier die Aufsätze über die historische Periodisierung, S. 9 38, und über die Überlieferung als methodisches Problem, S ) HENNING, ECKHART: Auxilia Historica. Beiträge zu den Historischen Hilfswissenschaften und ihren Wechselbeziehungen. Köln; Weimar; Wien: Böhlau Verlag GmbH, (hier insbesondere der Aufsatz über die Begriffsdiskussion zur Sozialgenealogie, S ) Stimmige Geschichten Der Begriff stimmige Geschichten wurde 1984 von David Jeffery Griffiths eingeführt, um Phänomene in der Elementarteilchenphysik anschaulich zu erklären. Griffiths ist ein Teilchenphysiker, der sich in diesen Jahren mit Quantenmessungen beschäftigte und versuchte, die Ergebnisse mit Wahrscheinlichkeitsdarstellungen zu verbinden. Wo liegt das Problem? Die Welt der Quanten, also der Mikrokosmos der enorm kleinen Abmessungen, folgt anderen Regeln; Regeln, die sich von denen unseres Lebensalltags völlig unterscheiden. Manche Physiker sprechen sogar von spukhafter Fernwirkung, wenn sie bestimmte Phänomene erklären sollen. Und Physiker sind eher als nüchterne Zeitgenossen bekannt und nicht gerade als Okkultisten, auch ihre Sprache kann man nicht eben als blumig bezeichnen. Den Weg, der mich von der Ahnenforschung über die Erkenntnistheorie zur Elementarteilchenphysik führte, möchte ich nun rückwärts beschreiben und ihnen dabei aufs Kürzeste meinen Erkenntnisprozess zeigen. Der Ausgangspunkt ist Heisenbergs Unschärferelation. Werner Heisenberg ( ), Professor für theoretische Physik, war einer der größten Vordenker der modernen Physik im 20. Jahrhundert, insbesondere der Quantenmechanik. Die 1927 formulierte Unschärferelation besagt, daß komplementäre Größen eines Teilchens, zum Beispiel Ort und Impuls, nicht zugleich mit hoher Genauigkeit gemessen werden können. 5 Vereinfacht gesagt: kennen wir den Ort eines Teilchens, wissen wir nicht, wie schnell es fliegt, kennen wir seine Geschwindigkeit, wissen wir nicht, wo es gerade ist. Um uns von der Physik nun der Geschichtswissenschaft zu nähern, möchte ich die anschauliche Darlegung im Roman Elementarteilchen verwenden. Ausgangspunkt ist eine Reihe von Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Jede Messung drückt die Tatsache aus, dass eine gewisse physikalische Größe, die von einer Messung zur anderen eventuell unterschiedlich sein kann, zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb eines gewissen Wertebereichs liegt. Beispielsweise wird zum Zeitpunkt t 1 die annährende Geschwindigkeit eines Elektrons gemessen. Zum Zeitpunkt t 2 wird eine Ortsbestimmung eben dieses Elektrons durchgeführt und in t 3 wird der Spinnwert ermittelt usw. Ausgehend von einer Menge von Messungen kann man eine logisch in sich stimmige Geschichte definieren, von der man allerdings nicht sagen kann, ob sie wahr ist; sie läßt sich nur ohne Widersprüche vertreten. Die Anzahl der stimmigen Geschichten von Griffiths, die aufgrund dieser Meßreihe geschrieben werden können, ist deshalb größer als eins. 6 Mit anderen Worten: zwei Menschen können dasselbe beobachten, darüber aber etwas voneinander abweichendes erzählen und haben doch beide recht. Dieselbe Kausalität läßt sich auf die Geschichtswissenschaft übertragen. Die Messungen am Elektron in t 1, t 2 usw. sind nichts anderes als die oben beschriebenen Fenster in der Mauer. Die Zeitpunkte im vorgetragenen Beispiel sind für den Historiker die Quellen resp. der Inhalt der Quellen. Auch er kann also nur eine stimmige 5 Daten entnommen: Die Zeit. Das Lexikon in 20 Bänden. Hrsgg. vom Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, Hamburg, Artikel: Heisenberg und Unschärferelation. 6 HOUELLEBECQ, MICHEL: Elementarteilchen. Roman, Berlin: Erich Schmidt Verlag, S

17 Geschichte erzählen, die ohne Widersprüche vertretbar ist. Aber ob sie wahr ist, weiß er nicht. Aufgrund derselben Quellen kann ein anderer Historiker (oder Ahnenforscher) eine andere stimmige, weil widerspruchsfreie Geschichte erzählen. 7 Beide Geschichten sind legitim, wenn sie vollständige Transparenz über die jeweils verwendeten Quellen herstellen. Nur dann können wir sie vergleichen und die Legitimität feststellen. Das soll nun aber nicht ein Plädoyer für Phantastereien sein. Die stimmigen Geschichten müssen aus einer kritischen Beschäftigung mit den Quellen hervorgehen, nicht aus den Wünschen des Historikers oder Ahnenforschers an eine bestimmte Vergangenheit. Wenn ich denn das Nachfolgende lese: Der verwandtschaftliche Zusammenhang, die Genealogie, ist wie folgt nachweisbar: Zwischen dem erstgenannten Ratsmann (Ratsherrn) Almann und Beteke 1318 liegt ein Zeitraum von 26, zwischen Beteke und dem Schöppen Hans ein solcher von 32 Jahren, also eine Durchschnittsgenerationszeit. 8 ist das keine stimmige Geschichte sondern bloße Imagination. Die historische Forschung entwickelt sich nicht nur methodisch weiter und gelangt so zu neuen Erkenntnissen, dies geschieht auch durch die Entdeckung neuer Quellen oder deren Wiederentdeckung. Aufgrund einer solchen neuen Quelle kann sich das Bild der Vergangenheit erheblich ändern. Gerade auch aus diesem Grunde ist ein detaillierter Quellennachweis wichtig, um die bisherigen Ergebnisse im Zusammenhang mit den neuen Erkenntnissen weiterentwickeln oder verwerfen zu können. Literaturhinweis DAVID J. GRIFFITHS: Einführung in die Elementarteilchenphysik. Berlin: Akademie Verlag, Das Vermächtnis Sir Karl R. Poppers 9 Der Philosoph Sir (seit 1965) Karl Reimund Popper ( ) war einer der Großen seines Fachs und einer der letzten mit einer eigenen, umfassenden philosophischen Schule. Popper beschäftigte sich stark mit Erkenntnis und Wissenschaft und entwickelte hierbei seine Theorie des kritischen Rationalismus. 10 Dieser umfaßt zwei Kernaussagen. Zum einen, daß wir aus empirischen Meßergebnissen nicht zuverlässig auf wissenschaftliche Allgemeinaussagen schließen können (Induktion) und zum anderen, daß die Wahrheit solcher Aussagen nicht beweisbar ist. Erkenntnisse sind lediglich falsifizierbar. 11 Was Heisenberg im Zuge seiner Forschungen zur Quantenphysik formulierte, verallgemeinert Popper und dehnt seine Aussage auf jeden Erkenntnisprozeß aus. Wir können also nicht wissen, ob etwas wahr ist, sondern nur, ob etwas falsch ist. Theorien sind nach Popper immer Hypothesen im Sinne eines Entwurfs. Ich beziehe das auf die Erkenntnismöglichkeiten, die ich als historisch Forschender habe. Neben der Sammlung und Wiedergabe der bloßen Fakten interpretiere ich auch und ziehe Schlußfolgerungen. Meine Aussagen sind immer hypothetisch und sie bleiben es, auch wenn sie eine Zeit lang nicht widerlegt werden. Selbst wenn sie von anderen Forschern bestätigt werden, wird aus der Hypothese keine Gewißheit sondern allenfalls eine zunehmend bewährte Hypothese. Die Falsifikation ist also im Vergleich zur Verifikation die wichtigere Methode der wissenschaftlichen Arbeit. Und diese Methode muß ich bei meiner Arbeit und mit meinen Ergebnissen unterstützen. Dies tue ich, indem ich bei der Nennung eines bloßen Faktums die Quellen korrekt und detailliert nachweise. Meine Interpretationen und Schlußfolgerungen muß ich einfach formulieren, damit sie kritisierbar werden; denn diese Aussagen sind stimmige Geschichten. Wenn ich Poppers Ideen folge, führt mich das zu einer pragmatischen Forschung. Das bedeutet, ich bemühe mich nicht über Gebühr um die Vermeidung eines Fehlers im voraus und treibe nicht den damit verbundene erheblichen Aufwand, sondern unternehme viele kleine Schritte und entwickle eine solide Methode, mit Fehlern konstruktiv umzugehen. Hierbei kann ich mein über die Zeit hinweg gesammeltes heuristisches Wissen, also meine Erfahrungen, für eine effektivere Forschung anwenden. Es handelt sich hierbei um bewährtes, das ist: zutreffendes Wissen; ich kann es beim Betreten eines unbekannten Forschungsgebietes, beispielsweise einer bisher unbearbeiteten Region anwenden. Aber Vorsicht, Falle! Heuristisches Wissen, auch Domänenwissen genannt, kann Betriebsblindheit auslösen. Ich muß deshalb Mechanismen schaffen, den eigenen Lösungsraum ausweiten zu können. Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Mechanismus ist die Zusammenarbeit und der Austausch mit gleichgesinnten Ahnen- 7 Geschichte und erzählen sind hier wie auch weiter oben schon nicht im literarischen Sinne gemeint. 8 EBERHARD VON ALEMANN: Geschichte des Geschlechts von Alemann. Wien, Magdeburg, 1912, S Oder: Wir wissen nicht, wir raten eine grundsätzliche Kritik der Wissenschaftlichen Erkenntnis. 10 Daten entnommen: wie Anmerkung 5, Artikel: Popper, kritischer Rationalismus. 11 Genau eine solche Induktion passierte in der eben genannten Alemann-Chronik, indem aus einzelnen Daten auf eine Filiationsfolge geschlossen wurde (von methodischen Mängeln einmal ganz abgesehen). Und schon indem nachweisbar ist, daß der Name Beteke/Betemann auch in anderen Familien verwendet wurde, ist die behauptete Filiationskette widerlegt. 15

18 forschern. Gleichgesinnte meint in diesem Kontext Genealogen, die ähnlich quellenfixiert arbeiten und ein vergleichbares Nachweisprinzip anwenden. Zurzeit sind das vor allem Thomas Berger in Dresden, Holger Harnisch in Gernrode, Uwe Meißner in Delitzsch, Michael Rockmann in Delitzsch und Welbsleben und Dr. Manfred Wilde in Delitzsch. Allen voran der Austausch mit Michael Rockmann befruchtete meine theoretischen Überlegungen und führte zu dieser wissenschaftlichen Einleitung zu meiner Ahnenliste sowie zur Formulierung eines konkreten Forschungsziels. Deshalb möchte ich an dieser Stelle explizit auf seine Einleitung verweisen. 12 Literaturhinweise MILLER, DAVID (Hrsg.): Karl Popper Lesebuch: Ausgewählte Texte zu Erkenntnistheorie, Philosophie der Naturwissenschaften, Metaphysik, Sozialphilosophie. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), (UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher; 2000). RÜCKERT, JOACHIM: Das bloße Faktum. Auch ein Beitrag zu Methodenlob und Methodenkritik. In: Rechtshistorisches Journal 5, hrsgg. von Dieter Simon. Frankfurt am Main: Löwenklau-Gesellschaft e. V., S Mein Forschungsziel (erkenntnisbezogen) Meine Ahnenforschung kann nur eine Annährung an die vergangene Gegenwart sein, die an sich nie mehr erreicht werden kann. Ich kann also (nur) eine stimmige Geschichte erzählen und will dabei eine möglichst vollständige Transparenz über die ihr zugrundeliegenden Quellen und Literatur herstellen. Wahrheit ist ein intrinsisches Konstrukt des Geistes, da auch die Realität nur ein solches Konstrukt ist. Jeder Mensch nimmt die Realität individuell wahr, bewertet seine Wahrnehmung, filtert unerwünschtes heraus, betont dagegen erwünschtes. Deshalb müssen wir uns darüber austauschen, was wir wahrnehmen und dafür steht uns nur die Sprache zur Verfügung, im Falle meiner Forschung das geschriebene Wort und die reproduzierte Abbildung. Was für die Gegenwart gilt, das gilt auch für die Vergangenheit, die aber, wie erörtert, nicht direkt, sondern nur durch die Überlieferung betrachtet und analysiert werden kann. Hierauf habe ich zu reagieren und wie ich das mache, beschreibe ich im folgenden Abschnitt zur Methodik. Meine Erkenntnisse können eingeteilt werden in Sachverhalte, die für mich unstrittig sind, in Arbeitshypothesen und in Sachen, die ich für falsch halte. Unstrittiges Wissen beruht für mich zum Beispiel auf der expliziten Filiationsangabe in einer Primärquelle, wie Hans Müller, Sohn des Peter Müller. Das betrifft also sog. bloße Fakten. 13 Darüber hinaus ist es Sinn und Zweck wissenschaftlicher Arbeit, die Fakten zu bewerten, sie (in der Geschichtswissenschaft) in ihren historischen Kontext zu stellen und aus ihnen Schlüsse allgemeinerer Art zu ziehen. Generell orientiere ich mich an der Kohärenztheorie, wenn ich etwas als unstrittig betrachte: wenn ein Befund hinreichend weitgehend mit dem, was wir sonst noch wissen, vereinbar ist, können wir annehmen, daß es stimmt. 14 Arbeitshypothesen sind Ausdruck des Wissens an der Erkenntnisgrenze zum Unbekannten. Typische Beispiele sind die Arbeit an toten Punkten oder die genealogische Erschließung neuer, bisher unbearbeiteter Regionen oder Zeiträume. Ich muß hier oft Sachverhalte mitteilen, die ich (noch) nicht begründen kann. Aber: Dass wir etwas faktisch nicht begründen können, ist noch kein zureichender Grund, es für falsch zu halten; irgendjemand könnte ja die notwendigen Argumente nachliefern. 15 Das als dritte Kategorie meiner Erkenntnisse genannte negative Wissen halte ich für ebenso wichtig wie positives Wissen: Wenn man aber zeigen kann, dass etwas wirklich falsch ist, und zwar nicht nur aus logischen Konsistenzgründen, sondern weil es anderem, bisher mit Gründen nicht bestrittenem Wissen widerspricht, ist dies auch Wissen; und so entspricht dem Nachweis des Falschseins eine negative Tatsache der Form Es ist nicht der Fall, dass p, und die wird dann gewusst. 16 Auch wenn meine Forschung nun immer Hypothese bleibt, kann und muß ich als (Laien-) Forscher an einem bestimmten Punkte aufhören zu forschen und das Ergebnis mitteilen. Meine Ergebnisse sollen so für einen kritischen Dialog erschlossen werden, das Fundament einer jeden fruchtbaren Debattenkultur. Ich teile also Wissen mit, keine Gewißheit. Und dieses Wissen bezieht sich auf die mitgeteilten (bloßen) Fakten als faktische Wahrheit (bei Michael Rockmann das objektive Kriterium) und meine Schlußfolgerungen als Urteilswahrheit (bei Michael Rockmann das subjetive Kriterium) ROCKMANN, MICHAEL: Ahnenliste Rockmann Welbsleben. Unveröffentlichtes Manuskript. Delitzsch und Welbsleben: im Selbstverlag, (Stand: 29. Oktober 2013), insbesondere die Einleitung, S Vgl. hierzu RÜCKERT, Das bloße Faktum. 14 SCHNÄDELBACH, Was Philosophen wissen, S A. a. O., S A. a. O., S. 14f. 17 A. a. O., S. 15, 31 und

19 Aus diesen Überlegungen zu meinem Wahrheitsbegriff leite ich im Abschnitt zur Methodik Überlegungen zu meinen Wahrheitskriterien ab. Literaturhinweise RÜCKERT, JOACHIM: Das bloße Faktum. Auch ein Beitrag zu Methodenlob und Methodenkritik. Rechtshistorisches Journal 5, hrsgg. von Dieter Simon. Frankfurt am Main: Löwenklau-Gesellschaft e. V., S SCHNÄDELBACH, HERBERT: Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann. München: Verlag C. H. Beck ohg, (hier insbesondere die Abschnitte Einleitung S und Wissen, S ) Zur Methodik Das, was aus den Erkenntnissen für meine Arbeit folgt, schildere ich in diesem Abschnitt. Ich erläutere meine konkreten methodischen Ansätze und auch einige allgemeine Aspekte der historischen (akademischen) Forschung, die für mich Bedeutung gewonnen haben. Mein Forschungsziel (methodisch) Ich folge bei meiner Ahnenforschung einem überlieferungsgeschichtlichen Ansatz. Im Mittelpunkt steht die Quelle (oder Literatur), ihre inhaltliche Wiedergabe, ggf. ihre Beschreibung und ihre Analyse. Zum einen übernehme ich die relevanten Quelleninhalte in regestenhafter oder buchstabengetreuer Form und bringe einen detaillierten Quellen- und Literaturnachweis nötigenfalls für jede Einzelaussage separat. Für unstrittige Fälle begnüge ich mich mit dieser Arbeit, schon aus Platzgründen. Bei Bedarf teile ich aber auch meine Arbeitshypothesen mit, also der jeweilige aktuelle Stand der Forschungsarbeit. Ziel ist es nicht, reine Mutmaßungen anzustellen, also Geschichte (oder meine Wunschvorstellung davon) zu konstruieren, sondern meine Ansatzpunkte aufzuzeigen und so die kritische Diskussion mit Gleichgesinnten zu eröffnen. Den Grad der Wahrscheinlichkeit einer Behauptung weise ich durch explizite Kennzeichen und bestimmte Quellensiglen aus. Dazu mehr im folgenden Kapitel über den Quellenrahmen. In einer für einen Laien möglichen Form versuche ich auch eine historische Diskursanalyse. Hierbei betrachte ich die Dualität der Überlieferung: zum einen die Quelle an sich und zum anderen die Darstellung des überlieferten Inhalts (Überreste) und die Darstellung in geschichtlichen Abhandlungen (Traditionsquellen). Sowohl die Inhalte wie auch die Form der Vermittlung (also die Repräsentation des Inhalts) geschieht durch Zeichensysteme, also durch Geschichtsschreibung, bildender Kunst oder mündlicher Überlieferung. Geschichte ist insofern immer konstruiert. Historische Ereignisse, Strukturen und Prozesse sind untrennbar mit ihrer Repräsentation verknüpft. Geschichte ist nur in vermittelter Form zugänglich, also als re-präsentierte Realität. Die Diskursanalyse spürt also den Formen und Regeln der Repräsentation nach. 18 Während in meiner Ahnenliste die unstrittigen Erkenntnisse den Hauptteil ausmachen, habe ich durch meine Schriftenreihe die Möglichkeit, in thematischen Einzelheften sehr detaillierte Arbeitshypothesen mitzuteilen und ggf. spezifisch wissenschaftlich einzuleiten, über das Maß in diesem allgemeinen Heft 1 hinausgehend. Hier besteht also die methodische Verknüpfung zwischen den Erkenntnissen und den Ergebnissen (siehe folgenden Abschnitt). Ich schaffe mir hierdurch einen Rahmen, in dem ich nicht nur die Ergebnisse meiner überlieferungsgeschichtlichen Analyse mitteilen kann, sondern die Analyse selbst, also mein Vorgehen, schon betretene Sackgassen, Hinweise auf weitere Ansatzpunkte und dergleichen. Von meiner Methodik erhoffe ich mir einen unmittelbaren Vorteil, denn meine Ahnenliste und andere Arbeiten sollen sich qualitativ von jenen Darstellungen abheben, die besonders für die Vorkirchenbuchzeit auf 18 Vgl. Wikipedia-Artikel Diskursanalyse (benutzt am 18. August 2014). 17

20 schlichter (und vielfach ebenso ungekennzeichneter wie gedankenloser) Kompilation beruhen. 19 Mittelbar mögen sie auch der akademischen Geschichtswissenschaft als Quelle dienen. Und auch langfristig sollen sie einen Nutzen stiften. Lassen wir gedanklich die Geschichte der kommenden 200 Jahre durch unsere heutige Überlieferung fahren, den Archivar kassieren und den Zufall blind vernichten. Vielleicht sind dann meine sorgfältigen Regesten einer Reihe von Belehnungen samt Quellenangabe die einzigen noch verbleibenden Nachrichten über diesen Vorgang oder die Beteiligten. Was wäre vertan, schriebe ich wie die Ahnenforscher der Vorkriegsgeneration etwa diese Hufe hatte schon dessen Großvater und Vater im xv. seculo besessen. Ich muß mir also immer vor Augen halten, daß ich nicht das Ende der Fahnenstange bin. Unsere Gegenwart ist Geschichte im Entstehen und unsere Arbeitsergebnisse sind Überlieferung im Entstehen. Der Quellenrahmen Der Quellenrahmen ist das wichtigste Werkzeug, das aus meinen theoretischen Überlegungen erwuchs. Er ist eines meiner zentralen methodischen Instrumente und das Ergebnis einer langen Suche nach dem geeigneten Mittel, die Quellen zur persönlichen Familienforschung in eine Ordnung zu bringen. In ihn flossen sowohl die vorgenannten theoretischen Überlegungen ein, wie auch die bisherigen Erfahrungen aus der praktischen Familienforschung. Diese sollen hier kurz zusammengefaßt werden. Archiv und Dokumentation müssen als Einheit betrachtet werden. Das heißt, eine Trennung in interne Ablagesysteme, wie Familienstammblätter, und zu veröffentlichende Dokumente ist nicht oder kaum sinnvoll. Durch wiederholtes Abschreiben der Daten können sich Fehler einschleichen, außerdem müssen alle Dokumente immer auf dem gleichen Stand gehalten werden. Der Aufwand dieser ständigen Aktualisierungen steigt mit fortschreitender Forschung überproportional an. Die Ahnenliste als Hauptprodukt der Familienforschung sollte gleichzeitig als Teil des Archivs betrachtet werden. 20 Die Aufzeichnungen sollten redundanzfrei erfolgen, das heißt, daß gefundene Informationen möglichst nur an einer Stelle eingetragen werden müssen. 21 Hierbei bildet die Ahnenliste das ideale Medium. Die einzelnen Angaben müssen möglichst detailliert mit Quellen belegt werden, deshalb muß die einzelne Quellenangabe möglichst kurz und gleichzeitig einfach und eindeutig aufzulösen sein. Des weiteren sollte durch das Kürzel (die Sigle) selbst schon eine Aussage über die Quellenqualität möglich sein. Die Abbildung der Qualität der Quellen in die Ergebnisse der genealogischen Forschung (Ahnen-, Stammlisten usw.) erfordert einen systematischen Aufbau des Rahmens, was ein neues Problem aufwirft. Die bei der Familienforschung anzutreffenden Quellen sind mannigfaltiger Natur. Urkunden und Akten, Grabsteine, Gemälde, persönliche Gegenstände und Lebensbeschreibungen bzw. Selbstzeugnisse, Gebäude und viele andere Sachzeugen und nicht zuletzt auch unsere Orts-, Flur- und Familiennamen. Darüber hinaus stammen die schriftlichen Unterlagen aus vielen Archiven mit unterschiedlichsten Signaturen. Sie alle müssen trotz der vielen Systematiken in meinem Quellenrahmen einen Platz finden. Das gilt auch für ganz neu einzuordnende, da bisher nicht beachtete Quellengattungen. Für hauptamtliche Archive gibt es zwei Ordnungssysteme, das Pertinenz- und das Provenienzprinzip. Das erste ordnet die Archivalien ihrem Adressaten zu (pertineo, lat., sich beziehen auf), das heute gebräuchliche Provenienzprinzip (provenio, lat., entstehen; Provenienz: Herkunft, Ursprung) demgegenüber dem Produzenten der Akten, also der jeweiligen ausstellenden Stelle, Behörde oder Kanzlei. Das Herkunftsprinzip hat sich durchgesetzt, da ein öffentliches Archiv eine universelle Sammlung darstellt, die die Archivalien für alle möglichen Auswertungen und Forschungen bereitstellen muß. Dieser Aufgabe wird eben die Ablage nach der Provenienz am besten gerecht. Wie sollte das private Archiv eines Ahnenforschers geordnet sein? Am besten so, daß es seiner Aufgabe gerecht wird, die sich von der öffentlicher Archive unterscheidet. 22 Mit diesem Archiv sollen nicht beliebige Untersuchungen stattfinden, sondern es hat nur eine, sehr konkrete Aufgabe: es soll die in den Ahnenlisten und sonstigen Arbeiten stehenden Informationen nachweisen. Gleichzeitig sollte das eigene Familienarchiv die Kriterien zur Übernahme als Nachlaß in ein institutionelles Archiv erfüllen. Dabei ersetzt es nicht die Archive und sonstigen Quellen, aus denen die Daten ursprünglich kommen, sondern es bildet eine Zusammenschau, ein Überarchiv sozusagen. Das bedeutet, die im Quellenrahmen nachgewiesenen Archivalien müssen immer auch mit ihrem Standort und der Signatur angegeben werden. 19 ROCKMANN, MICHAEL: Ahnenliste Rockmann Welbsleben. Unveröffentlichtes Manuskript. Delitzsch und Welbsleben: im Selbstverlag, (Stand: 29. Oktober 2013), S Das gilt in gleicher Weise für Stammlisten: geht die Forschung über die eigenen Ahnen hinaus, wird diese unter Umständen zum wichtigeren Mittel der Darstellung. 21 Eine völlige Redundanzfreiheit ist kaum möglich. In meiner Ahnenliste stehen die Daten zur Trauung bei beiden Ehepartnern. 22 Die Grundregel der Gestalter des Bauhauses war: Die Form folgt der Funktion. Viele alltägliche Gegenstände wurden damals praktisch und ästhetisch neu geformt. Das kann auch auf den Aufbau eines privaten Archives angewendet werden. 18

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